Wiederherstellen eines Systemvolumes

Der primäre Zweck von Recovery Environment ist die Wiederherstellung eines Systemvolumes. Der Wiederherstellungsassistent von Recovery Environment unterstützt zwei Arten der Wiederherstellung für ein System- oder Startvolume:

Wiederherstellen eines Volumes in einem Vorgang Bei dieser Methode wird das Systemvolume anhand einer ausgewählten Backup-Image-Datei in einem einzigen Vorgang wiederhergestellt.
Hinweis: Verwenden Sie die Wiederherstellungsumgebung für Windows, um die Wiederherstellung anhand einer in VHD/VHDX formatierten Image-Datei durchzuführen. Recovery Environment CrossPlatform unterstützt nur die Wiederherstellung anhand von .SPF- und .SPI-Image-Dateien, nicht jedoch von Dateien im VHD- oder VHDX-Format.
Arbeiten mit einem HSR-Volume Der Arbeiten mit einem HSR-Volume in Recovery Environment unterteilt den Volume-Wiederherstellungsprozess in mehrere Phasen. Dies bietet sich bei der Wiederherstellung großer Volumes an, die mehrere Tage in Anspruch nehmen kann.

Hinweis: Obwohl vergleichbar mit ImageManager HSR, ist HeadStart Restore in Recovery Environment ein manueller Prozess. ImageManager HSR ist ein automatischer Prozess, während für die Recovery Environment-Version ein Neustart erforderlich ist sowie die Verwendung des Backup- und des Wiederherstellungsassistenten, um die letzten Änderungen am gesicherten Volume vor dessen Fertigstellung zu erfassen und anzuwenden. Die Recovery Environment-Version von HSR erfordert jedoch keine Lizenz.

Unterstützte Sektorgrößen

Moderne Festplatten und SSDs werden mit einer physischen Sektorgröße von 4096 Byte geliefert. Die meisten unterstützen eine logische Sektorgröße von 512 Byte. (Diese sind häufig mit „512e“ beschriftet, für „Emulation mit Sektorgröße 512 Byte“.) ShadowProtect unterstützt die Sektorgrößen 4096 Byte und 512 Byte.

In der unwahrscheinlichen Situation einer Wiederherstellung einer Partition/eines Volumes zwischen zwei Sektorgrößen wie folgt

  • 512 Byte pro Sektor  -> 4096 Byte pro Sektor
  • 4096 Byte pro Sektor  ->   512 Byte pro Sektor

gibt ShadowProtect eine Fehlermeldung während der Wiederherstellung aus, wenn eine nicht übereinstimmende Sektorgröße erkannt wird. Um dies zu vermeiden, führen Sie eine Neuformatierung des Ziellaufwerks durch, sodass dessen logische Sektorgröße der des Quellvolumes entspricht.

Wiederherstellen von Windows 8.x-Systemvolumes/Startvolumes mit UEFI Secure Boot

Viele Computer unterstützen mittlerweile Secure Boot, eine in UEFI verfügbare Malware-Schutzfunktion. Secure Boot stellt sicher, dass ein System nur über ein sicheres Betriebssystem startet. Viele sichere Betriebssysteme unterstützen Secure Boot jedoch nicht. Derzeit wird Secure Boot nur von den folgenden Windows-Betriebssystemen unterstützt:

  • Windows 8.1
  • Windows Server 2012 R2
  • Windows 8
  • Windows Server 2012

Frühere Betriebssysteme, darunter Windows 7, Vista und Windows XP, bieten keine Unterstützung für Secure Boot (weshalb Secure Boot auch nicht aktiviert werden muss).

Darüber hinaus bieten viele andere sichere Betriebssysteme und Startumgebungen keine Unterstützung für Secure Boot. Dazu gehören auch ShadowProtect Recovery Environment für Windows und Recovery Environment CrossPlatform.

ShadowProtect Recovery Environment für Windows kann allerdings auf einem Computer mit UEFI gestartet werden, wenn Folgendes zutrifft:

  • Die UEFI-Schnittstelle unterstützt Secure Boot nicht oder Secure Boot ist nicht aktiviert.
  • Die UEFI-Schnittstelle wird im BIOS-Kompatibilitätsmodus gestartet. (Dieser Modus wird häufig mit CMS bezeichnet.)

Die ShadowProtect CrossPlatform-Umgebung unterstützt das Starten im nativen UEFI-Mode (mit deaktiviertem Secure Boot), jedoch nicht im BIOS-Kompatibilitätsmodus (CMS). Das Starten ist jedoch nicht möglich, wenn Secure Boot aktiviert ist.

Damit Recovery Environment startet, muss die Secure Boot-Funktion vorübergehend deaktiviert werden. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Starten Sie das System über den UEFI-Verwaltungsbildschirm.
  2. Falls Secure Boot als Option angeboten wird UND aktiviert ist, deaktivieren Sie die Funktion vorübergehend. (Einige Systeme bezeichnen dies als UEFI-Start. Überprüfen Sie die Bezeichnung der Option in der Dokumentation zum System.)
  3. Ändern Sie die Startreihenfolge so, dass der Start zuerst über CD oder DVD erfolgt.
  4. Wenn Sie ShadowProtect CrossPlatform Recovery Environment starten möchten, führen Sie einfach einen Systemneustart durch, um die CrossPlatform-Umgebung zu starten.
  5. Wenn Sie ShadowProtect Recovery Environment für Windows starten möchten, stellen Sie sicher, dass die Option zum Starten im BIOS-Kompatibilitätsmodus (CMS) aktiviert ist.
    Hinweis: Einige UEFI-Systeme listen dieselbe CD oder DVD zweifach auf, einmal mit dem Präfix „UEFI:” und einmal ohne. Auf solchen Systemen müssen Sie zum Starten im BIOS-Kompatibilitätsmodus den CD- oder DVD-Eintrag auswählen, der NICHT über dieses Präfix verfügt.
  6. Führen Sie die Wiederherstellung für das Volume durch.
  7. Starten Sie nach der Wiederherstellung erneut über den UEFI-Bildschirm, und reaktivieren Sie die Secure Boot-Funktion (falls erforderlich). 
  8. Fahren Sie mit dem Starten des wiederhergestellten Systems fort.

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